Indien: Ladakh und Kashmir

Auf dem Markt in Leh, Ladakh
Auf dem Markt in Leh, Ladakh

Eigentlich wollten wir die letzten drei Wochen unserer Reise in Rajasthan und Uttar Pradesch (U.P.) verbringen, aber der aktuelle Wetterbericht sorgt dafür, dass wir umplanen. Heiss ist es in Nordindien um diese Jahreszeit immer, aber Ende Mai gibt es dieses Jahr eine lang anhaltende und ungewöhnliche Hitzewelle mit Temperaturen über 50° Celsius, die in Teilen von Rajasthan bereits zu Problemen mit der Wasserversorgung geführt hat. Temperaturen über 50 Grad sind nicht nur unangenehm, sondern stellen auch ein gesundheitliches Risiko dar. Also planen wir spontan um und fliegen hoch in den kühleren Norden Indiens, nach Ladakh.

 

 

Ladakh

 

Ladakh liegt – genauso wie Tibet – bereits in der Trockenzone des Himalaya und die Landschaft ist geprägt von wüstenartigen Canyons und tiefen Tälern, umgeben von schneebedeckten Bergen. Im Haupttal fliesst der Indus, der als einer von vier Flüssen auf dem tibetischen Hochplateau entspringt. Auf den Äckern wird Gerste und Buchweizen angebaut, entlang des Flusses und zwischen den Siedlungen wachsen Pappel-Wälder. Überhaupt ist ganz Ladakh sehr grün, dafür dass es in einer trockenen Hochwüste liegt. Dies liegt vor allem daran, dass zur Verbesserung der Lebensqualität und zum besseren Halten des Schmelzwassers, das im Frühjahr von den Bergen kommt, im Rahmen eines gross angelegten Bepflanzungsprogramms  2010 tausende von Pappeln gepflanzt worden sind.

Als wir in Ladakh ankommen, hat der Sommer noch nicht so richtig begonnen, die Berge rings herum sind alle noch schneebedeckt und die einzige Strassenverbindung aus Süden kommend (Manali) wurde gerade erst vor einer Woche vom Schnee freigeräumt und eröffnet. Die andere Verbindungsstrasse, aus Kaschmir kommend, wurde drei Wochen vor unserer Ankunft geräumt und eröffnet. Bis dahin war Ladakh, jeweils sechs Monate im Jahr, nur aus der Luft erreichbar und nicht auf dem Landweg. Alle Vorräte für die Winter und Frühjahrs-Monate für werden in den Sommermonaten in langen LKW-Konvois über die beiden Bergpässe , die Ladakh mit dem Rest Indiens verbinden, herangeschafft und eingelagert.

 

Ausser uns sind nur sehr wenige Touristen in Ladakh. Die Hauptreisezeit für die indischen und internationalen Touristen beginnt erst in etwa zwei Wochen und das Städtchen Leh, das auf 3500 m Höhe liegt, ist noch dabei, sich für die grosse Sommersaison herauszuputzen.  Es widmet sich gerade der Verschönerung seiner Strassen und Häuserfassaden und der Main Bazaar samt aller Häuser wird komplett neu renoviert und gepflastert.

 

In Ladakh ist die tibetisch geprägte Kultur vorherrschend und die Ladakhis freuen sich, neben den indischen Touristen, auch mal wieder westliche Touristen zu sehen. Viele Ladakhis erzählen uns, dass bis vor fünf bis sechs Jahren viel mehr westliche Touristen Ladakh besucht hätten, die letzten Jahre aber nur noch sehr wenige westliche Touristen nach Ladakh kämen im Vergleich zu früher. Dafür nimmt die Anzahl der einheimischen indischen Touristen stetig zu. Eine Geschichte, die wir so oder in ähnlicher Form schon in Nepal gehört haben und die wir noch häufiger hören werden im Verlauf unserer Reise (u.a auch in Kaschmir).

 

„Julley, Julley“, was soviel heisst wie „Hallo, willkommen“, schallt es uns entgegen, als wir durch die Strassen von Leh laufen. Am Tag unserer Ankunft besichtigen wir Leh, unterhalten uns mit den Leuten in der Altstadt über die Vor- und Nachteile der Komplett-Renovierung der Stadt (Altstadt-Flair versus Modernisierung) und steigen zum Königspalast und zu den Klöstern am höher gelegenen Bergrücken auf.  Am Nachmittag wird es schon richtig heiss in der Sonne und die Temperatur steigt bis auf 28-30° C, während es an den Abenden bei starkem Wind dann doch schon schnell wieder kalt wird und die Daunenjacke zum Einsatz kommt. Wir besichtigen in Tagestouren die verschiedenen Klöster, die sich das ganze Industal von Süden nach Norden erstrecken, wir fahren über den dritthöchsten fahrbaren Pass der Welt,  den 5360 m hohen Chang La-Pass an den Pangong-Tso See. Vor ungefähr 6 Monaten in Tibet waren wir auf der anderen Seite des Pangong-Tso an seinem Ostufer gestanden und haben die in allen erdenklichen Blautönen schimmernden Farben dieses ca. 130 km langen in einer Hochgebirgswüste liegenden Sees bewundert. Nun stehen wir also auf der indschen Seite an seinem Westufer.

 

Ladakh ist natürlich auch ein Paradies zum Bergsteigen, liegt es doch mitten im indischen Himalaya. Unser eigentlicher Plan, ein Trekking zusammen mit ein paar hohen Bergen zu kombinieren, funktioniert leider nicht, da die Permits für diese Berge in Neu-Delhi beantragt werden müssen, was ziemlich viel Zeit in Anspruch nimmt. Also verschieben wir die geplanten Sechstausender auf unseren nächsten Besuch und machen zur Entspannung ein reines 7-tägiges Trekking ohne Gipfel durch das Markha-Valley. Da der Trek nicht schwierig ist und auch nicht über sehr grosse Höhen geht – die höchsten Pässe sind alle nur zwischen ca. 5000 und 5200m hoch – beschliessen wir, auf Packpferde zu verzichten und unser Gepäck selber zu tragen. Ausserdem wollen wir nur mit leichtem Gepäck unterwegs sein. Doch wegen der dicken Schlafsäcke, die wir mitnehmen, geht die Rechnung nicht auf und am Ende muss Tobias seinen grossen Rucksack  schultern (Mathematik für Nicht-Trekker: 2x leichtes Gepäck = 1 schwerer Rucksack).

 

Das Markha-Valley ist ein Paralleltal sowohl zum Industal als auch zum benachbarten Zanskar-Valley und nur zu Fuss erreichbar.  Im Tal liegen ein paar wenige ganzjährig bewohnte Ortschaften, die von lokalem Ackerbau und Viehzucht leben und teilweise bis zum nächsten Strassenanschluss mehrere Tagesmärsche benötigen - ein paar Passüberquerungen inklusive. Die Bevölkerung wünscht sich eine Strasse, aber das ist vor allem aufgrund der Lage eher schwierig. Überhaupt ist das Thema „Strassenanschluss“ zur Zeit ein Thema in Ladakh. Überall werden Täler und Ortschaften erschlossen und Regionen, in die früher nur Trekkingrouten und Wanderwege geführt haben, sind heute über Strassen bzw. Jeeppisten erreichbar (z.B. Lamayuru – Zanskar Trek).  Eine schwierige Diskussion, die wir schon im Khumbu und in der Annapurna-Region mit den Nepalis diskutiert haben. Die Talbewohner erhoffen sich durch die Strasse eine Verbesserung ihres Lebensstandards. Doch viele überschätzen auch die Vorteile einer Strasse und unterschätzen die negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Struktur des Dorfes. Im Annapurna-Gebiet in Nepal zum Beispiel haben sich die Anwohner ebenfalls eine Strasse gewünscht. Die Strasse hat die Warenversorgung der Dörfer sowie die medizinische Versorgung massiv verbessert. Zugleich haben die wenigen Besitzer von 4x4 Fahrzeugen als Transporteure profitiert. Doch nicht allen hat die Strasse Vorteile gebracht, da viele Dörfer, die bisher als Übernachtungsstopps für Trekker gedient hatten, plötzlich überflüssig geworden sind. Wir hoffen für die Bewohner der ladakhischen Täler, dass hier die Vorteile überwiegen, oder sie rechtzeitig andere Geschäftsmodelle für ihr Dorf finden. Mit dem zunehmenden Strassenbau verlagert sich auch der Trekking-Tourismus in andere Regionen, wobei durch die Strasse (Jeeppiste) natürlich auch neue Zielgruppen, wie MTB-Fahrer erreicht werden können.

 

Wir geniessen den Trek durch das abgeschiedene Tal und übernachten im Homestay, also bei Familien, die im Tal wohnen. In Summe wird das ganze Tal, das man in fünf Tage durchlaufen kann, von ungefähr 30-40 Familien bewohnt, die im Sommer von Ackerbau (Gemüse und Gerste) und ein paar Ziegen und Schafen leben. Im Winter ist das Tal tief verschneit und die gesamten Vorräte für den Winter müssen den Sommer über erwirtschaftet und eingelagert werden. Die Homestays geben uns einen guten Einblick in das Leben der dortigen Familien. Es ist interessant zu sehen, wie die Familien wohnen, wie sie eingerichtet sind, wie sie kochen usw. Aber zum Teil sind die Lebensbedingungen der Menschen im Tal auch erschreckend. Meist gibt es keine zentrale Stromversorgung, sondern Solarstrom oder Generatoren. Es gibt auch keine Wasserversorgung. Wasser wird in Kanistern aus dem Fluss geholt oder – falls der Fluss zu weit weg ist – aus einem abgezweigten Kanal. Nur selten gibt Brunnen im Dorf. Da Wasserholen anstrengend ist, wird Wasser auch nur zum Kochen und zum Zubereiten von Tee verwendet. Händewaschen ist da schon Luxus -  egal, ob man vom Acker, vom Ziegenstall oder von der Toilette kommt. Die Toiletten sind Trockentoiletten, also ein Raum mit Loch im Lehmboden, manchmal direkt ans Haus angeschlossen, manchmal auch irgendwo zentral im Dorf.

Die Landschaft im Tal wechselt fast täglich – von wüstenartigen Canyons, hochalpinen Wiesen, grünen Feldern im Tal bis hin zu steppenartiger Landschaft, in der Nomaden ihre Schafe und Ziegen den Sommer über auf fast 5000m Höhe hüten. Nach sechs Tagen Wandern, zwei 5000er Gipfeln (die einfach so am Weg lagen und mitgenommen wurden) und zwei hohen Pässen machen wir uns an den langen Abstieg wieder zurück ins Industal und nach Leh. Bereits am nächsten Tag wollen wir weiterziehen nach Kaschmir – natürlich nicht ohne uns vorher in Leh noch ein letztes Mal den Bauch mit leckeren tibetischen Momos vollzuschlagen.  

 

Julley Ladakh – Auf Wiedersehen, Ladakh. Es war toll und bis zum nächsten Mal.

 

 

Srinagar, Kaschmir

 

Die Strasse von Ladakh nach Kaschmir führt durch eindrucksvolle alpine Landschaft und Bergtäler in denen nomadische Hirten gerade angefangen haben, ihre Jurten aufzubauen und ihre Tiere auf die Alp zu führen. Es ist erst Frühsommer hier und die die Strasse wurde erst vor drei Wochen vom Schnee befreit. Die Landschaft wechselt von der trockenen Hochwüste Ladakhs bald hin zu grünen „Alpentälern“, in denen noch einzelne Schneereste liegen, deren Wasser das Tal in saftiges Grün verwandelt und die einzige Wasserquelle für den gesamten Sommer für die Felder der Bauern im Tal ist . Der Weg führt vorbei an dem Örtchen Mulbekh, das als einzige Seheswürdigkeit eine acht Meter hohe, in den Fels gehauene Buddha-Statue aufzueisen hat, eine der wenigen letzten grossen Statuen dieser Art, seitdem die Taliban 2001 in Bamiyan, Afghanistan die dortigen Statuen zerstört haben. Weiter geht es durch den zweitkältesten ganzjährig bewohnten Ort der Welt: Drass, ein kleines Dorf am Beginn der Passstrasse über den Zoji La, den Gebirgspass nach Kaschmir. Ein Grossteil der Warenversorgung von Ladakh muss über den Zoji La Pass transportiert werden und so quälen sich ab Öffnung der Passstrasse unzählige Lastwagen (im zeitlich geregelten Einbahnstrassen-Verkehr) über den Pass, der anfangs noch gut ausgebaut ist, später dann allerdings zu einer schwierig zu befahrenden Schotter- und Steinpiste wird, mit tiefen Schlaglöchern und teilweise direkt am steilen Abgrund entlang. Der ganze Pass ist schwer bewacht von indischem Militär und insbesondere auf der kaschmirischen Seite stehen in jeder Serpentine Einheiten des Militärs. Nach einer steilen Bergab-Fahrt erreichen wir nach Sonamarg, ein idyllisches Bergdorf inmitten grüner Wiesen und rauschenden Bergbächen, umrahmt von felsigen Bergen. Zu Recht wird Kaschmir auch als die „Schweiz Indiens“ bezeichnet. Sechs Stunden später haben wir das fast schon sub-tropische Srinagar am Dal-See erreicht – die Hauptstadt Kaschmirs.

 

„As-salaam aleikum!“, so werden wir bereits am nächsten Tag auf unserem Weg nach Srinagar begrüsst. Srinagar liegt in Kaschmir und Kaschmir ist muslimisch und einer der Grenzstaaten von Indien zu Pakistan. Die Landessprache ist Urdu.

 

Bereits seit Jahrzehnten ist Kaschmir Spielball im Grenzkonflikt der beiden Grossmächte Pakistan und Indien und geteilt in einen pakistanischen Teil und einen indischen Teil. Dabei wollen die Kaschmiris eigentlich nur eines – ein friedliches Zusammenleben in ihrem schönen Staat. Die Kaschmiris sind in ihrem muslimischen Glauben der festen Überzeugung, dass das Wichtigste überhaupt eine friedliches Zusammenleben aller, egal welcher Religion und Glaubensrichtung, ist. Das ist nicht unbedingt immer im Interesse der beiden Zentralregierungen in Pakistan und Indien, die, so scheint es uns, nicht böse sind, wenn die Spannungen in der Region zunehmen, rechtfertigt es doch ihre starke Militärpräsenz und die an jeder Strassenkreuzung stehenden  (bei weitem jedoch meistens nicht einsatzbereit erscheinenden) Militärposten in Srinagar. Uns kommt es manchmal so vor, als wäre es für beide Parteien am schlimmsten, wenn man ihnen den „Ball“ für das Spiel wegnähme. Und so ist es auch wenig erstaunlich, dass während unserer Zeit in Kaschmir in Summe drei Terroranschläge gegen indische Militärs und Polizei in Kaschmir stattgefunden haben, in denen die Tatmotivation immer sehr schnell vermeintlich offensichtlich war, die wahren Täter allerdings, je nachdem mit wem wir uns unterhalten haben, nicht immer klar dem entsprechenden Lager zuzuordnen waren. Viele der Kaschmiris sind der Überzeugung, dass der Konflikt künstlich angeheizt wird. Zugleich glauben auch die meisten, dass diese  Situation von fundamentalistischen islamischen und terroristischen Gruppen aus Pakistan ausgenutzt wird. Gleichzeitig sind die Kaschmiris mit die herzlichsten und freundlichsten Menschen, die wir auf unserer Reise getroffen haben, und sie tun alles, damit sich der Fremde bei ihnen wohl und sicher fühlt. So erzählt uns eine Studentin, die wir in der Moschee treffen und mit der wir uns lange unterhalten: „Don’t worry, there  aren’t any terrorists in town, they are all in the surrounding hills“.

 

Trotzdem machen wir vieles, wovon das Aussendepartement bzw. das Auswärtige Amt abraten. Wir fahren zwei Tage über die sich windende Bergstrasse von Ladakh nach Kaschmir, nehmen Einladungen von Fremden zum Essen und Trinken auf ihrem Hausboot, einer für Kaschmir charakteristischen Wohnmöglichkeit am Dal-Lake, an. Wir besuchen alle wichtigen Moscheen, was jetzt, wo der Ramadan gerade begonnen hat, besonders interessant ist, da zu jeder Tages- und Nachtzeit immer viele Moslems in den Moscheen sind und beten. Wir verlaufen uns in der Altstadt und folgen wildfremden Menschen durch das Gewirr der maroden Hinterhöfe und kleinen Gässchen der muslimischen Altstadt von Srinagar und lassen uns auch nicht am Eingang eines Stadtviertels von dem Schriftzug „Taliban Town“ abschrecken. Überall treffen wir auf freundliche und hilfsbereite Kaschmiris, die sich freuen, dass ein westlicher Tourist ihre Stadt besucht, die neugierig sind auf ein Gespräch und die sich bemühen, möglichst viel von der Lebenskultur und den Schönheiten von Kaschmir zu vermitteln.

 

Srinagar hat einen vom Charme der maroden Häuser geprägten Altstadt-Kern und war bis zum 17. Jahrhundert stark von der Mughal-Kultur geprägt. Wir laufen durch die lebendige, von alten (teilweise verfallenden) Holzhäusern geprägte Altstadt mit ihren verwinkelten Gässchen und kleinen Seitenstrassen, besuchen die wichtigsten Moscheen der Stadt, unterhalten uns mit den immer freundlichen und zu einem Gespräch bereiten Kashmiris und besuchen noch den Razabal-Shrine – das angeblich wahre Grab von Jesus. Die Menschen hier glauben, dass Jesus nicht am Kreuz gestorben ist, sondern nach Kaschmir geflohen ist und dort bis zu seinem Tod gelebt hat.

 

Rund um den Dal-See haben die damaligen Mughal-Herrscher Gärten mit Wasserspielen und kleinen Tempeln für ihre Hofdamen angelegt, die heutzutage ein willkommenes  Ausflugsziel im heissen Srinagar sind. In Indien haben die Sommerferien begonnen und wer es sich leisten kann, entflieht der grossen Hitze in den indischen Kernstaaten und verbringt seine Ferien im vergleichsweise kühlen Norden. Die Hausboote Kashmirs auf dem Dal-Lake sind dabei das bevorzugte Übernachtungsziel der indischen Touristen. Entsprechend viele nationale indische Touristen sind unterwegs und wir sind schwer beschäftigt als Fotomotiv und für Selfies herzuhalten, immer verbunden mit einem interessanten kurzen Gespräch über das Woher und Wohin.

 

Der Dal-Lake ist eine andere Welt. Parallel zur Altstadt hat sich eine Stadt auf dem See entwickelt, mit Wasserstrassen, kleinen Kanälen, schwimmenden Häusern und sowohl Wohnvierteln (auf Pfahlbauten) als auch Einkaufs-und Fabrik-Kanälen. Zudem wird ein grosser Teil des Gemüses für Srinagar auf schwimmenden Inseln im See angepflanzt und gezüchtet. Die Bewohner fahren in kleinen, fast Einbaum-artigen Booten, Shikaras genannt, durch die Wasserstrassen und zu ihren Feldern. Wir lassen uns ein paar Stunden durch die entlegeneren Teile des Sees und der Kanäle in einer Shikara rudern. Unser Bootsmann ist auf dem See geboren und rudert seit 47 Jahren durch die Wasserstrassen  des Dal-Lakes und verschafft uns interessante Eindrücke vom Leben auf dem See und den Hausbooten.

 

Nach knapp einer Woche machen wir uns wieder auf den Weg und verlassen Srinagar in Richtung unseres nächsten Ziels, dem Bundesstaat Punjab. Amritsar in Punjab ist die Hauptstadt der Sikh-Religion und beherbergt den wichtigsten Tempel der Sikh, den „Golden Temple“. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Tommi (Sonntag, 19 Juni 2016 10:36)

    Wieder viele tolle Bilder und Berichte, freue mich auf euch!
    LG Tommi

  • #2

    Markus (Sonntag, 19 Juni 2016 18:07)

    Hallo ihr beiden. Fantastisch was ihr erlebt - die Fotos lassen träumen und Reisefieber aufkommen.... also ich freue mich ja auch über eure Rückkehr, könnte es euch aber nicht verübeln, wenn ihr noch ein wenig witerreist ;-)
    Lieber Gruss
    Markus