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Reisebericht 02 vom 20.04.06 - 27.04.06:
Deutschland - USA: Aufbruch

Nachdem wir unseren Landy aufs Schiff gebracht hatten, begann für uns die Zeit des Abschiednehmens. Noch einmal mit den Freunden feiern, noch einmal mit den Eltern Essen gehen, noch einmal die Katze kraulen und sie dann in die Obhut der Ur-Omi unseres Patenkindes geben, noch einmal heiß duschen, noch einmal im eigenen Bett schlafen, noch ein letzter Blick zurück – und dann ging’s los.  

Wir hatten unser Auto in Deutschland bei Eiseskälte und strömendem Regen ausgebaut und eingeräumt, es im Regen nach Bremerhaven gefahren. Und natürlich regnet es auch in Baltimore, als wir unser Auto abholen und einräumen. Die Auslösung des Fahrzeugs aus dem Hafengelände verläuft schnell und unkompliziert. Ein paar Papiere ausfüllen, ein paar Unterschriften leisten – fertig. Keine Inspektion des Fahrzeugs, des Innenraums oder der mitgeführten Gegenstände.  

Doch bevor wir uns auf den Weg nach Süden machen, müssen wir erst noch zwei Dinge erledigen: Tanken und Vorräte einkaufen.  

Wir betreten das Land der unbegrenzten Möglichkeiten durch die Tür eines Supermarktes – und stellen fest, dass weder unsere Vorratskiste noch unsere Kühlbox den Ausmaßen der amerikanischen Familienpackungen gewachsen sind. Um während unseres Aufenthalts in den USA in den Genuss der üblichen Rabattaktionen zu kommen, lassen wir uns von den größten Supermarktketten Kundenkarten ausstellen. Jetzt steht dem Konsumgenuss nichts mehr im Wege.

Anders  sieht es mit dem Futter für unseren Landy aus. Der ist wählerischer als wir und schluckt ausschließlich Diesel. Doch Diesel ist in den USA nicht an jeder Tankstelle erhältlich. Da in den USA fast nur die Trucks mit Diesel fahren, bekommt man Diesel überwiegend entlang der Highways und an einigen Tankstellen in den Städten. Leider sind die Spritpreise auch in den USA gestiegen. Eine Gallone Diesel kostet zwischen 2,75 und 3 US-Dollar. Unsere Budgetplanung ist bereits nach fünf Tagen völlig außer Plan.  

Auf dem Blue Ridge Parkway legen wir täglich zwischen 250 und 300 km zurück. Der Parkway ist gähnend leer, die Saison beginnt erst Ende April. Das hat den Vorteil, dass wir die spektakuläre Aussicht auf die Blue Mountains ungestört genießen können – und den Nachteil, dass so gut wie alle Visitor Center und Campingplätze noch geschlossen sind. Wir übernachten abseits des Parkways in State Parks für 15 bis 20 US-Dollar die Nacht.  

Leider kommen wir nicht so schnell voran wie gedacht. Das liegt zum einen daran, dass unser Landy mitunter ganz schön schnauft, wenn’s bergauf geht. Zum anderen zieht unser Auto immer wieder Blicke auf sich. Woher, wohin, wie lange … wollen alle wissen. Wenn sie dann von unseren Plänen hören, kommen sie aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, geben uns Tipps und wünschen uns alles Gute.  

Was uns betrifft, so haben wir uns in unserer Zwei-Etagen-Wohnung mittlerweile ganz gut eingelebt und haben jede Menge Spaß.  

We keep in touch ...

(Für mehr Informationen zu den USA bitte hier klicken)

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